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Die verheerende Flut hat neben den menschlichen Schicksalen auch Schäden in Millionenhöhe an öffentlichem und privatem Eigentum hinterlassen. Mit beispielhaftem persönlichem Engagement werden aktuell Gebäude wieder bewohnbar gemacht. Dennoch wissen viele Betroffene nicht, ob das vorhandene Heizsystem repariert werden kann, ob es energieeffiziente Alternativen gibt, ob diese geliefert und dann auch qualifiziert eingebaut werden können. Vor dem Hintergrund der nahenden Heizperiode sind zeitnahe Lösungen umso dringlicher. Die Landesregierung hat die Energieagentur Rheinland-Pfalz damit beauftragt, den Bedarf an Wärmeversorgung in den Überflutungsgebieten zu erheben und Kommunen und Betroffene bei Lösungsansätzen konkret zu unterstützen.

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz führt derzeit bereits eine flächendeckende Analyse zu möglichen Kurzfrist- als auch Übergangslösungen in den betroffenen Kommunen durch. Ein erster Überblick soll Anfang September vorliegen. „Die Landesenergieagentur arbeitet dabei mit den Bürgermeistern, Verwaltungen und örtlichen Krisenstäben sowie in enger Kooperation mit Schornsteinfegern, SHK-Handwerk, Verbraucherzentrale, Energieberatern, Landeshochschulen und den örtlichen Energieversorgern zusammen“, sagt Michael Hauer, Geschäftsführer Energieagentur Rheinland-Pfalz.

Auf Basis der Ergebnisse der Analyse werden die verantwortlichen Schornsteinfegermeister mit den betroffenen Bürgern kurzfristig kostenfreie persönliche Beratungen vor Ort vereinbaren. Dabei werden die Schadenssituation, die Möglichkeiten im Gebäude sowie der individuelle Bedarf erfasst und bewertet. Dazu erstellt der betreuende oder von der Innung empfohlene Heizungsbaubetrieb ein Angebot zur Reparatur, Ersatzbeschaffung oder für eine Übergangslösung. Zu Fördermöglichkeiten und deren Beantragung - auch für sonstige Sanierungsmaßnahmen - beraten zusätzlich die Verbraucherzentrale und zertifizierte Energieberater. Die Energieagentur Rheinland-Pfalz verweist darauf, dass durch aktuelle Liefer- und Ressourcenengpässe auch vermehrt mobile Heizzentralen zum Einsatz kommen werden. Diese werden zentral organisiert. Manchmal werden Lösungen jedoch nicht rechtzeitig umsetzbar sein. Deshalb wurde die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz mit der Koordination von temporärem Wohnraum beauftragt.

„Unsere oberste Prämisse ist, dass so viele Betroffene wie möglich den anstehenden Winter warm in der eigenen Wohnung verbringen können. Beim Wiederaufbau werden wir neben dem verbesserten Hochwasserschutz auch die Energieeffizienz und die Nutzung Erneuerbarer Energien berücksichtigen“, sagt Hauer. „Die Menschen erhalten so die Möglichkeit, ihre Gebäude und Heizungen zukunftsfähig zu gestalten, langfristig Kosten zu sparen und aktiv einen Klimaschutzbeitrag zu leisten. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der massiven Umweltverschmutzungen ist von Ölheizungen wo immer möglich abzusehen.“

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz hat auf ihrer Homepage Sonderseiten zum Wiederaufbau nach der Flut geschaltet. Dort finden Besucher zahlreiche Informationen und Formulare wie beispielsweise ein Informationspapier mit Empfehlungen zum (Übergangs-)Heizen im Flutgebiet, einen Abfragebogen zur Bedarfsermittlung der Wärmeversorgung für Betroffene oder eine Liste mit Anbietern mobiler Heizzentralen als Übergangslösung. Die Sonderseiten sind über https://www.energieagentur.rlp.de/service-info/wiederaufbau-flutgebiete erreichbar.

Die gesamte Presseinformation finden Sie unter:
https://www.energieagentur.rlp.de/service-info/die-energieagentur-informiert/presse/presseinformationen/detailansicht/energieagentur-rheinland-pfalz-koordiniert-hilfen-fuer-die-heizperiode-in-flutgebieten